Projekt
Digitale Souveränität
Digitale Souveränität ist für mich kein Marketing-Schlagwort, sondern die Frage, wer über Identität, Daten und kritische Infrastruktur mitentscheidet.
Was ich darunter verstehe
Souveränität heißt für mich: Menschen, Organisationen und Gesellschaften können digitale Entscheidungen treffen, ohne sich von einzelnen Anbietern oder Plattformen abhängig zu machen. Das betrifft Speicherorte, Schnittstellen und Schlüssel genauso wie die Frage, wer welche Daten zu welchem Zweck sieht.
Technisch heiß das: offene Standards wo es geht, klare Datenmodelle, weniger Vendor Lock-in. Dazu gehört auch Klarheit darüber, dass „bequem in der Cloud“ nicht automatisch heißt, dass Kontrolle und Nachvollziehbarkeit stimmen.
Warum es mir persönlich wichtig ist
Ich baue digitale Produkte. Was wir ausliefern, prägt Gewohnheiten und Abhängigkeiten. Souveränität ist für mich die Richtung, in der Innovation nicht nur schnell, sondern auch langfristig tragfähig bleibt: für Unternehmen, für Bürger:innen und für Vertrauen in die Systeme, die wir alle nutzen.
Das zieht sich durch alles, womit ich mich beschäftige: bei Ballin, beim DPP und bei jedem Produkt, bei dem Entscheidungen Jahre später noch wirken. Ohne dieses Bewusstsein baut man Abhängigkeiten ein, die man später nur schwer wieder auflöst.
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